Solidarität zwischen Vereinen

Wieder erfolgreiche Aktionen in Wien vor dem Parlament und in Linz wegen anhaltender Zusammenarbeit geschafft.
Zu Beginn meiner Aktivität bei verschiedenen NGOs vor einigen Jahren, habe ich noch oft die Vernetzung von den Initiativen vermisst. Aber inzwischen ist sie schon zum Alltag des Aktivismus in Linz geworden. Es gibt keine wirklich effektive Aktion, die ohne anhaltende Zusammenarbeit entstanden wäre.

In einigen Fällen wird der Grund für eine eher einzelkämpferische Art darin liegen, dass mehr Wert auf die Unterschiede gelegt wird, als auf Gemeinsamkeiten. Die Erinnerung daran, wie ungern ich selbst früher mit anderen Menschen gemeinsam etwas geplant (geschweige denn unternommen) habe, liegt noch nicht weit zurück.
Aber viele positive Erfahrungen mit sehr solidarischen Menschen, bewegen selbst auch dazu, sich solidarisch mit anderen zu zeigen.

Offener Brief an den Landesjagdverband OÖ

Massenabschuss von klugen, leidensfähigen Lebewesen statt Ursachenbehandlung – ist das wirklich eine sinnvolle Lösung?

Wieder einmal hinter dem Rücken der Öffentlichkeit wurde ein Massenabschuss von 23000 Rabenkrähen und 2500 Elstern in OÖ geplant. Für die Äußerung von Bedenken der Tier- und Artenschutz Seite wurde kaum Zeit gelassen.

Den Krähenvögeln wird vorgeworfen, Schäden in der Landwirtschaft zu verursachen, weshalb nun tausende gefangen und getötet werden sollen. Dabei handelt es sich aber eindeutig um eine Symptombehandlung, die zudem auch noch zwecklos ist, da der Abschuss von Rabenpaaren nur verursacht, dass noch mehr Jungkrähen in die frei gewordenen Nischen einwandern. Die Zahl der Krähenvögel wird also durch den Abschuss nur weiter in die Höhe getrieben.

Ein Grund, der als Pro-Abschuss Argument genannt wird, ist auch häufig der Druck auf kleinere Tierarten, der durch Krähen und Elstern ausgeübt wird.
Doch die intensive Landwirtschaft ist der größte Grund für das Schwinden vieler einheimischer Tierarten bzw. für das Fördern einiger weniger dominanter Arten – unter anderem profitieren eben Krähenvögel davon.

Durch deren Abschuss wird aber keineswegs den Arten geholfen, die auch unter den Monokulturen und Pestizidverbrauch leiden, sondern ausschließlich der Intensivlandwirtschaft. Der Anbau von Tierfutter nimmt beispielsweise in Österreich und weltweit die größte Fläche in Anspruch. Massentierhaltung und Umweltzerstörung (und deren weitreichender Folgen für die Artenvielfalt) hängen also unmittelbar zusammen, das wird aber für eine Problemlösung weitgehend ignoriert. Stattdessen werden wie üblich Tiere geschossen, deren massenhaftes Auftreten zuvor vom Menschen gefördert wurde.

Statt weiterer destruktiver Eingriffe in die Natur und Tierwelt, muss endlich an den eigentlichen Ursachen für Artenschwund und Umweltzerstörung gearbeitet werden!

Staatsschutz in Österreich

Seit Sommer 2015 fanden regelmäßige Aktionen von verschiedensten Organisationen statt, gestützt von der Meinung besorgter BürgerInnen aus verschiedenen Berufs- und Interessensgruppen, die alle gegen das Staatsschutzgesetz gerichtet waren für Meinungsfreiheit plädierten.

Doch trotz der enormen Bemühungen wurde das Staatsschutzgesetz am 27.1.2016 im Nationalrat GEGEN DIE INTERESSEN DER MEHRHEIT beschlossen.
In Wien kämpften beispielsweise AKVorrat und Attac dafür, die eigene Meinung zukünftig ohne Furcht vor Bespitzelung ausdrücken zu können und sich für ein gemeinsames Ziel, wie zum Beispiel, Einhaltung von Menschenrechten, engagieren zu können. In Linz gründeten Organisationen, wie die Solidarwerkstatt, Verein gegen Tierfabriken, DIDF, AKVorrat, etc. die Platform gegen das Staatsschutzgesetz und mobilisierten BürgerInnen, die diese Meinung ebenfalls vertraten, sich deutlich für Meinungsfreiheit auszusprechen.
Aber das Vorhaben, BürgerInnenrechte weiter einzuschränken und weitere Schritte in einen Überwachungsstaat zu setzen, ist heute wieder weit verbreitet. Diese Tendenz zeigte sich schon stark durch das den Plan der Vorratsdatenspeicherung und durch den Mafiaparagrafen §278ff, der besonders im Tierschützerprozess im Zentrum stand.

In der Politik, besonders seitens der ÖVP und FPÖ, versteht man sich, mit der Angst von BürgerInnen zu spielen bzw. die Furcht vor Terrorismus zu stärken. Deshalb nehmen manche Menschen Einschränkungen von Bürgerrechten und Menschenrechten einfach hin. Doch wenn mensch seine eigenen Interessen nicht mehr vertreten kann, ohne polizeilich ohne konkreten Verdacht überwacht zu werden, schränkt das die Angst keineswegs ein. Denn nicht Terroristen, die zu grässlichen Gewalttaten bereit sind, stehen dabei im Vordergrund, sondern Menschen, die sich gewaltfrei für ein gesellschaftliches oder politisches Ziel organisieren und aussprechen.

Deshalb geben engagierte BürgerInnen nicht auf. So plant beispielsweise der AKVorrat eine Verfassungsklage nach dem Inkrafttreten des Staatsschutzgesetzes am 1.Juli 2016 und kann dabei wieder viel Unterstützung erwarten.

Kleiner Aufwand, großer Erfolg

Sich für seine Mitwelt einsetzen kann so einfach sein und gleichzeitig gute Laune verbreiten. Es kann so einfach sein, wie gemeinsam miteinander zu backen und das Produkt der guten Laune und Motivation an Menschen zu verkaufen, die ebenfalls helfen wollen.
Es könnte zum Beispiel ein regelmäßiger Keks-back Tag, verbunden mit einem Filmabend, sein, für den jede/r ein bisschen beiträgt, um Spenden für wichtige Projekte oder Kampagnen zu sammeln.

So wurde die vergangenen Wochen immer sonntags in Auwiesen ein zur Verfügung gestellter Raum genutzt, um gemeinsam vegane Kekse zu backen, was schlussendlich einem Esel-Projekt in Mauretanien (vom Verein RespekTiere) zu Gute kommen soll. Und wegen der Aktualität vom neuen Star Wars Film (Episode 7, The Force Awakens), der im Dezember in die Kinos kommt, war die Keksgesellschaft Star Wars themed und mit jeweils einem Filmabend verbunden.

Viele Menschen, denen bestimmte Themen ein großes persönliches Anliegen wäre, sind durch Arbeit ausgelastet und fühlen sich gegenüber der teils grausamen Ausbeutung unserer Mitwelt machtlos. Aber Helfen muss nicht mit großen Zeit- oder Geldaufwand verbunden sein. Es gelingt, wie man sieht, oft schon mit geringem Aufwand, etwas für Tiere, Menschen und für ein friedliches Zusammenleben etwas beizutragen. Das kann auch einfach nur beinhalten, sich selber zu informieren und wachsam zu sein und Informationen zu verteilen, oder eine Teilnahme an Mensch-, Tier- oder Umweltschutz orientierten Events, eine Unterschrift bei einer Petition für Friedenspolitik statt Waffenhandel oder ein gemeinsamer Müllsammelnachmittag, eine Futterspende für Heimtiere oder eine ermutigende Nachricht an Produzenten, mehr Bio- oder Fair Trade Produkte herzustellen und zu verkaufen.

Die Möglichkeiten sind zahlreich und beinahe überall vorhanden.

Kekse backen wird nicht die Welt retten, so wie auch keine einzelne Person das bewerkstelligen kann. Aber 7 Milliarden Menschen sind nicht machtlos gegenüber Ausbeutung, Korruption oder Gewalt. Nur ein kleiner Anteil dieser Menschen sind die Leidverursacher(Innen), die große Mehrheit hat die Fähigkeit Empathie zu empfinden und die Möglichkeit, wenig Zeit zu investieren, um jeweils kleine Veränderungen zu erreichen, die sich zu großen Veränderungen vereinigen können.

Ich möchte mich deshalb bei den beiden OrganisatorInnen der „Bake Wars“ Back-Tage herzlich bedanken!

 

Tierschutz und Produktivität

Glücklicher Weise werden nun auch auf der VetMed in Wien Lehrveranstaltungen zum Thema Tierschutz in der Nutztierhaltung angeboten. Obwohl es nahe liegt, sich an der VetMed mit Tierschutz zu befassen, war das nicht immer so.
Es gibt viele interessante Fallbespiele zum Thema Tierschutzrecht und Experimente in der Nutztierhaltung, die vor allem das Argument stützen, dass Tiere mit gutem Wohlbefinden auch höhere Produktivität zeigen.

Dazu stellt sich die Frage, wozu wird in der Nutztierhaltung Tierschutz betrieben? Ist es, weil die Mehrheit der Menschen nicht will, dass Tiere leiden und sich wünscht, dass sie „artgerecht“ gehalten werden? Es stimmt, der öffentliche Druck steigt, der Konsum an Tierprodukten aber auch.

Aber auch für die Produktivität lohnt sich ein gewisses Maß an Tierschutz. Wer „Nutztieren“ mehr Platz zum Bewegen gewährleistet, angemessene Böden (sprich: keine Vollspaltenböden), gute Liege- und Futterstellen zur Verfügung stellt und zudem auch noch freundlich mit den Tieren umgeht, steigert damit die Produktivität. Gute Hygiene und Management, sowie art- und tiergerechte* Haltung wirken sich also auch auf den Profit der Nutztierindustrie aus. (*Tiergerecht: Während der Begriff „artgerecht“ der artspezifischen Verhaltensweisen und Lebensführung gerecht bedeutet, orientiert sich „tiergerecht“ mehr am Individuum. Verletzungen und Krankheiten einzelner Tiere aufgrund der Haltung sollten also nicht als tiergerecht gelten. Aber leider scheint auch das ein sehr dehnbarer Begriff zu sein.)
Bei ausreichend weichen Liegeplätzen tritt zum Beispiel wesentlich weniger oft Lahmheit auf, bei ausreichend Platz können sich Krankheiten weniger schnell ausbreiten, wenn positive soziale Kontakte im Leben der Tiere vorhanden sind, gibt es weniger Aggression und weniger Stress für die Tiere und in sauberen Ställen treten weniger oft schmerzhafte Infektionen auf. Als Folge ist die Qualität der Tierprodukte meist besser.

Wird damit der Konsum von Tierprodukten ethisch (aus Sicht der Tiere) gerechtfertigt?
Tierschutz wird in der Tierhaltung objektiviert. Das Tierwohl wird mit Zahlen hinterlegen und es wird versucht ein Mindestmaß an Tierschutz zu erreichen. Dabei findet immer eine Abwägung zwischen Tierwohl und Profit statt, wobei letzteres in der kommerziellen Nutztierhaltung schwerer zu wiegen kommt. Der betriebene Tierschutz kommt also den Ausbeutern auch selber zu Gute.
Wir müssen also immer bedenken, dass es sich bei dem betriebenen Tierschutz in der Nutztierhaltung, meist um Mindestanforderungen handelt, die immer noch genug Profit einbringen müssen bzw. diesen steigern sollen.

Es bleibt also die Aufgabe von mitfühlenden Menschen, die Abwägung von Tierwohl und Profit immer weiter zu Gunsten derer, die nicht mitentscheiden können, zu bringen, bis es selbstverständlich ist, dass ein Lebewesen mehr wert ist, als dessen Nutzen und der Profit, den mensch damit machen könnte.
Massentierhaltung, die auch in Österreich bereits überwiegt (aufgrund der großen Nachfrage und der hohen Anzahl an Menschen), kann sich nie nur am Wohl der Tiere orientieren. Als Konsequenz ist es also nicht ethisch gerechtfertigt, die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern zu unterstützen und demnach ist es angebracht, deren Konsum mindestens (sehr) stark zu reduzieren.

Wahlwerbung: Zeit des bullsh*ts

Bei den Ausgaben für Wahlwerbung vor der Wahl am 27.9.2015 führt bei weitem die ÖVP (http://derstandard.at/2000022470776/Oberoesterreich-Wahl-OeVP-gibt-mit-Abstand-am-meisten-Geld-aus), während die FPÖ etwas billiger, aber sehr effizient mit der Angst der BürgerInnen vor Kriegsflüchtlingen spielt. Die SPÖ übertrifft sich immer wieder mit nichts-sagenden Wahlsprüchen und die Grünen versuchen, sich als geringstes Übel darzustellen, obwohl sie sich immer mehr an das größere Übel anpassen wollen.
Wer die Southpark Folge “Giant Douche & Turd Sandwich” gesehen hat, wird sich nun vor der Wahl in einer ähnlichen Situation wiederfinden.

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Müllsammelsommer

Die Müllsammelaktionen in Linz, die mit 3 Helferli begonnen haben, haben sich zu einem Fixevent entwickelt, das wöchentlich stattfindet mit bis zu 22 UnterstützerInnen.

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Obwohl immer noch jede Woche ein bisschen Müll achtlos entsorgt wird, ist der Unterschied seit dem Beginn der Müllsammelaktionen bereits deutlich sichtbar.
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Ausgegangen ist die Initiative RespekTiere deine Umwelt vom Tierrechtsverein RespekTiere. Denn Müll ist auch eine Gefahr für Wild- und Haustiere. Besonders Hunde essen gerne Abfall am Wegrand und Wasservögel verfangen sich oft in Verpackungen, Flaschen und Dosen.
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Da es weiterhin so sauber bleiben soll, wollen wir erreichen, dass wir Schilder an der Donaulände aufstellen dürfen, auf denen darauf hingewiesen wird, dass unsere Umwelt kein bewohnbarer Mülleimer werden soll. Es ist eine Bereicherung für uns und unsere Mitlebewesen, wenn jede/r mithilft und den eigenen Müll am besten zu Hause zum recyclen trennt oder wenigstens die zahlreich vorhandenen Mülleimer verwendet.
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Danke für das Engagement aller HelferInnen. Wir hoffen, damit auch an anderen Orten Menschen für ähnliche Aktionen zu motivieren.
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